Ach ja, ich wollte mich entschuldigen dass ich gestern keinen neuen Teil hochgeladen hab aber ich hatte ziemlich viel um die Ohren!
...Ich schaue Jenny und Alice entsetzt und fragend zugleich an. "Was sollen wir jetzt tun?". Alice versucht ihre Angst zu unterdrücken, trotzdem kann man ihre Unsicherheit hören. "Ich würde sagen wir regen uns einfach mal nicht auf. Vielleicht hast du dich heute Nacht irgendwo anders geschnitten. Wer sagt denn dass du durch's Fenster gesprungen bist. Du könntest genauso gut geschlafwandelt sein und über irgendeinen spitzen Gegenstand gefallen sein." Jenny antwortet leicht gereizt: "Alice! Das glaubst du doch selbst nicht! Aber die Idee mit dem Ruhe bewaren ist gar nicht mal so schlecht. Wir werden sehen was passiert, vielleicht ist das alles nur ein böser Traum, und selbst aus so einem wacht man irgendwann auf!" Ich nicke, bin aber noch nicht wirklich ruhiger geworden. Ocean sieht mich an und legt den Kopf schief. Bestimmt hat sie mitbekommen dass etwas nicht mit uns stimmt. Man sagt ja nicht umsonst dass Tiere die Gefühle ihres Herrchens spüren. Als wir aufstehen wollen und noch nen Burger bei einer bekannten FastFood-Kette runterwürgen wollen, bekomme ich einen aufgeregten Anruf von Cloe: "RACHEL! Taylor und ich wollten gerade Sam abholen. Wir waren schon auf dem Weg zu euch als er angefangen hat zu schreien und zusammengebrochen ist. Irgendwas stimmt nicht mit ihm und Jack ist auch weg!" Dann legt sie auf. Ich schaue meine Freundinnen panisch an. "Wir müssen sofort zu den anderen!" Ohne zu fragen laufen die anderen mir hinterher und ein paar Minuten später sind wir bereits am Ort des Geschehens. Die beiden Mädels haben es geschafft Sam wieder einigermaßen herzurichten und er lehnt nun mit dem Rücken an einem Gartenzaun. Was mich etwas irritiert ist die Farbe seiner Augen, die sich von blau-grün in eine Mischung aus Gold und Orange gewandelt hat. Ich nehme seine Hand und fühle seinen Puls. Sein Herz rast und er benimmt sich nicht wie Sam. Er ist aphatisch und sieht mich nicht an. Plötzlich fängt er an zu zittern, fällt zu Boden und verliert das Bewusstsein. Taylor ist die Erste, die auf die Idee kommt den Notarzt zu rufen, doch als sie auflegt springt Sam auf und knurrt uns an. Er verhält sich wie ein wildes Tier. "Sam! Sam! Wach auf!". Wir schreien ihn alle gleichzeitig an, doch er hört nicht auf. Jenny geht ein paar Schritte auf ihn zu, holt aus und zieht im mit der Handfläche eine drüber. Er stoppt und sieht sie, wie ein getaldelter Welpe an. Bevor wir etwas sagen können, schubst er mich und Jenny zur Seite und läuft in den Wald. Durch die Wucht werde ich an den Gartenzaun geschleudert. Ich wusste gar nicht, welche Kraft er hat. "Wir dürfen ihn nicht verlieren! Es gibt ziemlich viele Bären hier in diesem Wald. Ich will nicht riskieren, dass er von einem angefallen und in Stücke zerrissen wird!" stellt Alice besorgt fest. Wir laufen ihm nach, allerdings haben wir nach einiger Zeit seine Spur in dem riesigen Gebiet verloren und müssen uns ohne Sam wieder auf den Heimweg machen.
Als die Nacht einbricht, streune ich noch immer draußen rum. Bei der Suche nach Sam habe ich nicht bemerkt dass Ocean verschwunden ist. Als ich durch eine einsame Gasse laufe, höre ich ein seltsames Jaulen. Sie ist es! Mein Blick streift über sämltliche Müllcontainer und Orte, an denen sie sich versteckt haben könnte, doch ich entdecke sie erst, als sie einen Schritt auf mich zu macht. Die Kleine ist ziemlich verstört und zittert am ganzen Leib. Ich nehme sie auf meinen Arm und begebe mich auf den Heimweg. Da unser Haus am letzten Ende der Stadt liegt, muss ich noch ein ganzes Stück zu Fuß gehen. Die Gegend ist nachts ziemlich unheimlich. Vereinzelt hört man Katzen schreien und die Straßenlampen geben auch langsam den Geist auf. Als ich nur noch ein paar Meter von unserem Ein-Familien-Haus entfernt bin, höre ich verdächtige Geräusche aus einer naheliegenden Böschung. Entgegen jeden Überlebenstrieb beschließe ich mir die Sache genauer anzusehen und laufe darauf zu. Plötzlich springt mich ein kräftiger weißer, behaarter Körper an. Ein Wolf. Er fletscht die Zähne und Blut tropft aus seinem Mund. Eigentlich sollte man Hunden und Wölfen nicht in die Augen schauen, weil sonst die Gefahr besteht, dass sie sich bedroht fühlen, doch irgendwas drängt mich es trotzdem zu tun. Gold-Orange. Sam! Als ich seine seltsamen Augen mustere, hört er auf mich anzuknurren und lässt von mir ab. Langsam stehe ich auf und bemerke, dass Ocean sich hinter mir versteckt hat. Sie muss mir vom Arm gesprungen sein als Sam mich anfiel. Vor Angst muss ich das wohl nicht mitbekommen haben aber ich bin froh dass ihr nichts passiert ist. Sam sieht mich an. Seine Blicke sagen mir, dass er Hilfe braucht aber auch, dass er sich wohl fühlt. Was ist bloß mit dem Jungen passiert, der mal mein bester Kumpel war? Ocean läuft auf ihn zu und sieht zu ihm hoch - immerhin ist sie ein Welpe und nichtmal annähernd so imponierend und groß wie er. Irgendwas sagt mir, dass die beiden sich unterhalten. Hinter mir knackst ein Ast, ich erschrecke leicht und drehe mich um. Nichts. Als ich meine Blick wieder zu Sam wende, ist er verschwunden...

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