Sonntag, 28. April 2013

Der Pfannkuchen

Hey! Danke für eure Geduld! Leider hatte ich in letzter Zeit ziemlich viel Stress und konnte deswegen nicht weiterschreiben! Aber heute, jaaa heute kommt der neue Teil ;) Viel Spaß damit!  

Taylors Gesichtausdruck lässt darauf schließen, dass sie SEHR begeistert ist. Sie starrt ihn mit offenem Mund an und ihr linkes Augenlid fängt an zu zucken. Ich kann mir ein Lachen nicht verkneifen und Bela schaut mich ernst an. "Ja! War doch wirklich so!" nach nicht mal einer halben Sekunde fängt er schließlich auch an zu lachen und wir beide liegen auf dem Boden. Morgen steht in der Zeitung: "Jugendliche durch Lachkrampf erstickt!" Nach ein paar Minuten haben wir uns dann endlich beruhigt und ich schaue Bela an. Er versucht Taylor zu beruhigen: "Du musst natürlich keine Angst haben, da is nix gelaufen. Glaube ich. Äh ja nee ich weiß es!" dann kratzt er sich am Hinterkopf und zieht fragend eine Augenbraue nach oben. Diese Art Humor gefällt mir! "Zieht euch erstmal was an, wir fahren dann in die Stadt und kaufen euch was neues. Und später zeige ich euch, wie man sich vom Mensch zum Wolf -und umgekehrt- verwandelt, ohne nackt in der Pampas zu liegen!" Zwinkernd verschwindet er im Wald. Dann setze ich mich auf den Boden und merke an, dass sie sich doch bitte im Wohnwagen umziehen sollen... 

Eine knappe Stunde später sitzen wir auf der Ladefläche von Bela's Jeep und cruisen übers Land. Einige Wolken sind am Himmel und die Sonne brennt nicht mehr so unerträglich wie gestern! Der Wind pfeift ganz schön und wir Mädels sind die meiste Zeit damit beschäftigt unsere Haare in Zaum zu halten. Unser Fahrer blickt manchmal durch den Rückspiegel und bemerkt nur lachend ein paar junge Frauen, die aussehen, als hätten sie Krämpfe. Nach weiteren 20 Minuten sind wir dann endlich in der Stadt angekommen und steigen - ermüdet und genervt vom ständigen herumgetuckere - aus. Jenny's Augen weiten sich als sie ein Geschäft entdeckt, in dem es T-Shirts von ihren Lieblingsserien zu kaufen gibt. Sabbernd klebt sie an der Schaufensterscheibe. 

Amüsiert kauft Bela uns einige Klamotten und schlägt vor irgendwo frühstücken zu gehen. Mit schlechtem Gewissen stelle ich fest, dass wir unser ganzes Geld verloren haben als wir zum Wolf wurden, doch er entgegnet nur, dass das nicht schlimm sei und er genug von den Scheinchen habe.
Ich kann es gar nicht erwarten mich über meinen Pfannkuchen mit Schokoladencreme (man kann sich denken welche ich meine) zu stürzen und ein braunes Feld der Verwüstung zu hinterlassen! Immerhin habe ich seit ungefähr 23 Stunden NICHTS mehr gegessen und da ich es sowieso nicht aushalte mal 1 Stunde nichts zu essen, läuft mir jetzt schon bei dem Gedanken an was für die Beißerchen das Wasser im Mund zusammen! Da! Na endlich! Meine Nase folgt aufgeregt dem schokoladigen Geruch meines neuen Opfers (Täusche ich mich oder rieche ich besser als sonst?). Und als der Teller vor mir steht, weiß ich nicht was ich tun soll. Ob einfach so drauf loslegen und den Pfannkuchen in seine Einzelteile zerreißen oder gepflegt Messer und Gabel nehmen soll! Nach einigen mürrischen Blicken meiner Freunde entscheide ich mich dann doch für's Besteck. Ich glaube es hat nicht NICHTS in meinem Leben so gut geschmeckt wie dieser labbrige Mehlfladen mit brauner Pampe! 

Wieder im Dorf angekommen, sitzen wir geduldig auf einigen Holzstämmen auf einer Wiese, nicht weit vom Wohnwagen entfernt. Bela steht in der Mitte und erklärt irgendwas. Ich passe nicht wirklich auf, so fasziniert bin ich von seiner Stimme und seiner Art und Weiße wie er spricht! "Rachel, du fängst an!" Ich erschrecke und kippe fast von meinem improvisierten Hocker. "ICH?" "Ja DU!". (Mist!) Natürlich lässt mein Ego es nicht zu zuzugeben, dass ich gerade ETWAS abgelenkt war und ich stelle mich einfach neben den Lehrer und schaue ihn energisch an. "Du hast keine Ahnung was du machen sollst oder?" er schaut mich tadelnd an und antworte nur "Neiiiiin?". "Ok. Also du musst.... (Diese Augen. Diese Haare. Dieser Mund!) Verstanden?" (Schonwieder Mist!) Als er meine Ratlosigkeit bemerkt schickt er mich zurück auf meinen Platz. (Alice hat mir im Nachhinein erzählt dass er wohl leicht gelächelt hat). "Neuer Versuch, neues Glück! Sam komm mal zu mir!" ruft Professor Dreamy/Sexy (:D) meinem Kumpel zu. Dieser steht auf und murmelt irgendetwas unverständliches, plötzlich steht er in seiner Wolfgestalt vor uns. Bela grinst mich an und neckt mich: "Von wegen Männer können nicht zuhören!" Als er mir zuzwinkert muss ich mir zugestehen dass ich fast dahinschmelze.  

Altes Arschloch Liebe! 


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