Donnerstag, 18. April 2013

Der Traum

Ich würde sagen ich mach einfach mal weiter ;) 
Ach ja, bevor ich's vergesse: Hier habt ihr einen Song, ich hab mir gedacht ihr hört ihn an und lest parallel dazu meinen Text. 



Es ist mittlerweile kurz vor Mitternacht als ich noch immer auf meinem Bett liege und an die weiße Decke starre. Ich kann nicht einschlafen und drehe meinen Kopf zu Ocean, die sich an mich gekuschelt hat. Sie atmet ruhig und man könnte meinen sie wäre ein Kuscheltier. Es deutet nichts darauf hin, dass sie ein Raubtier ist und irgendwann mal Hirsche in die Knie zwingen oder mich angreifen kann, aber daran möchte ich gar nicht erst denken. Obwohl ich die Kleine noch keinen ganzen Tag habe, ist sie mir jetzt schon ans Herz gewachsen. 
Ich sehe aus dem Fenster, beobachte den Mond, der sich seinen Weg durch die Wolken bahnt und schließe meine Augen... 

Ich stehe auf und setzte mich in mitten meines Zimmers auf den warmen Holzboden. Meine Hände und Füße kribbeln. Der Mondschein blendet mich und ich weiche mit meinem Blick aus. Ein unbekanntes Gefühl durchzieht meinen jungen Körper. Schmerz. Ich halte mir den Kopf und versuche nicht zu schreien, doch ich kann mir nicht helfen und ein angsterfülltes Stöhnen durchzieht die schwarze Nacht. Ich schaue mich panisch um aber Ocean ist nirgends zu entdecken. Ich versuche aufzustehen, auf meinen Beinen zu laufen doch ich falle immer wieder zu Boden. Irgendwas stimmt mit mir nicht, als ich plötzlich auf mein Fenster zulaufe und durch die Scheibe springe. Während meinem Flug entdecke ich schwarzes Fell wo normalerweiße meine Haut sein sollte. Ich falle. Und wache auf...





Schweißüberströmt springe ich aus dem Bett und sprinte vor meinen Spiegel. Ich muss wohl geweint haben in meinem Traum. Mein Traum. Als ich meine Haut begutachte entdecke ich etwas. Ein langer Schnitt zieht sich von meinem Hals bis zu meiner Brust und ich traue meinen Augen nicht. Meine Hände spüren die Wunde doch sie schmerzt nicht. Oder nicht mehr?! Ocean liegt immer noch auf meinem Bett und kuschelt sich in mein Kissen. Ich muss lächeln und beschließe mich wieder zu ihr zu begeben. Das war alles nur ein böser Traum... 

Am nächsten Morgen bin ich bereits früh wach und renne in die Küche um Ocean eine Flasche Milch aufzuwärmen. Während ich den Kühlschrank durchkrame, rufe ich zuerst Jenny, dann Alice an und treffe mich mit ihnen und ihren Welpen keine ganze Stunde später an unserem Stammplatz. Ocean, Coach und Lexy spielen und laufen umher. Etwas nervös versuche ich meinen Freundinnen das Ereignis der letzten Nacht zu schildern: "Ihr glaubt nicht was ich geträumt hab! Irgendwie hab ich mich in einen Wolf verwandelt und bin durchs Fenster gesprungen! Aber das schlimmste ist, ich hab jetzt eine ziemlich lange Narbe!" Ich ziehe meinen Schal aus, den ich mitgenommen habe um meine Eltern nicht auf meine Wunde aufmerksam zu machen. Die beiden anderen schauen mich verblüfft an. "Oh mein Gott!". Alice und Jenny sprechen beide aus, was ich die ganze Zeit denke: "Das war nicht nur ein Traum!". Ich zucke zusammen und schaue in die Ferne. Die warmen Sonnenstrahlen umspielen mein blondes Haar und die blauen Augen, doch das Image des braven Mädchens wird nun durch die lange Narbe an meinem Hals geschädigt. 
"Ist gestern was besonderes passiert, weil du so was geträumt hast?", will Alice interessiert wissen. Ich antworte nur: "Nein. Eigentlich nicht. Aber na ja, wobei. Du hast Recht. Ocean hat mich gestern gebissen als sie spielen wollte!". 
Meine Freundinnen sehen sich besorgt an und Jenny ist die erste, die ihren Ärmel hochkrämpelt und den Biss zeigt. Auch Alice schiebt ihr Hosenbein nach oben und man kann den Abdruck eines kleinen Wolfgebisses sehen. Wir drei werden alle gleichzeitig bleich wie Wasserleichen. "Wann haben sie euch gebissen?" will ich von ihnen wissen. Jenny antwortet "Coach hat mich heute Nacht gebissen weil er Hunger hatte...", danach schaue ich Alice an. "Heute Morgen, als ich sie in meine Tasche packen wollte um hierher zu kommen." Langsam verbreitet sich in meinem Körper ein Gefühl der Übelkeit und ich nehme mein Handy um Sam, Taylor und Cloe anzurufen. Alle drei bestätigen dass sie im Laufe des letzten Tages und der Nacht von ihren Welpen gebissen wurden...




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