Sonntag, 12. Mai 2013

Die Verwandlung


Huhu! Ich muss mich nochmal dafür entschuldigen, dass ich in der letzten Zeit ziemlich faul war und nicht mehr geschrieben hab. *Asche auf mein Haupt* Ich hoffe ihr verzeiht es mir ;)

Keine halbe Stunde später bekomm ich's doch mal auf die Reihe meine Ohren aufzumachen und Bela zuzuhören. (Na endlich!) Wir sind jetzt also wieder Wölfe und ich starre fragend zu dem jungen Mann hoch. Bevor ich auch nur etwas zu meinen Freunden "sagen" kann, steht er in seiner Wolfgestalt vor mir. Ich versuche mir nicht anmerken zu lassen, dass ich von seinen Augen fasziniert bin. Jenny ist die erste, die die grausame Stille unterbricht. "Und jetzt? Wie werden wir wieder zu Menschen? Sind wir nur ganz normale Wölfe oder können wir auch was, fliegen oder so?" Bela schmunzelt "Fliegen? Kannst du ja mal versuchen! Ich kratz dich nicht vom Boden!" Jenny gibt einen undefinierbaren Laut von sich und setzt sich, getadelt wie ein kleines Kind, auf den warmen Rasen. Nach einem kurzen Grinsen fährt er fort "Na ja. Also eigentlich ist es ganz einfach, ihr müsst euch nur vorstellen wieder als Zweibeiner durch die Welt zu laufen und schon seid ihr wieder Menschen! Und zu der Frage ob ihr normale Wölfe seid - Im Grunde genommen ja, aber vermeidet es euch reizen zu lassen! Das wird für alle Beteiligten kein gutes Ende nehmen!..."

Heute mal nur ein kurzer Teil, dafür kommen hier ein paar Bilder etc. ;)




Sonntag, 28. April 2013

Der Pfannkuchen

Hey! Danke für eure Geduld! Leider hatte ich in letzter Zeit ziemlich viel Stress und konnte deswegen nicht weiterschreiben! Aber heute, jaaa heute kommt der neue Teil ;) Viel Spaß damit!  

Taylors Gesichtausdruck lässt darauf schließen, dass sie SEHR begeistert ist. Sie starrt ihn mit offenem Mund an und ihr linkes Augenlid fängt an zu zucken. Ich kann mir ein Lachen nicht verkneifen und Bela schaut mich ernst an. "Ja! War doch wirklich so!" nach nicht mal einer halben Sekunde fängt er schließlich auch an zu lachen und wir beide liegen auf dem Boden. Morgen steht in der Zeitung: "Jugendliche durch Lachkrampf erstickt!" Nach ein paar Minuten haben wir uns dann endlich beruhigt und ich schaue Bela an. Er versucht Taylor zu beruhigen: "Du musst natürlich keine Angst haben, da is nix gelaufen. Glaube ich. Äh ja nee ich weiß es!" dann kratzt er sich am Hinterkopf und zieht fragend eine Augenbraue nach oben. Diese Art Humor gefällt mir! "Zieht euch erstmal was an, wir fahren dann in die Stadt und kaufen euch was neues. Und später zeige ich euch, wie man sich vom Mensch zum Wolf -und umgekehrt- verwandelt, ohne nackt in der Pampas zu liegen!" Zwinkernd verschwindet er im Wald. Dann setze ich mich auf den Boden und merke an, dass sie sich doch bitte im Wohnwagen umziehen sollen... 

Eine knappe Stunde später sitzen wir auf der Ladefläche von Bela's Jeep und cruisen übers Land. Einige Wolken sind am Himmel und die Sonne brennt nicht mehr so unerträglich wie gestern! Der Wind pfeift ganz schön und wir Mädels sind die meiste Zeit damit beschäftigt unsere Haare in Zaum zu halten. Unser Fahrer blickt manchmal durch den Rückspiegel und bemerkt nur lachend ein paar junge Frauen, die aussehen, als hätten sie Krämpfe. Nach weiteren 20 Minuten sind wir dann endlich in der Stadt angekommen und steigen - ermüdet und genervt vom ständigen herumgetuckere - aus. Jenny's Augen weiten sich als sie ein Geschäft entdeckt, in dem es T-Shirts von ihren Lieblingsserien zu kaufen gibt. Sabbernd klebt sie an der Schaufensterscheibe. 

Amüsiert kauft Bela uns einige Klamotten und schlägt vor irgendwo frühstücken zu gehen. Mit schlechtem Gewissen stelle ich fest, dass wir unser ganzes Geld verloren haben als wir zum Wolf wurden, doch er entgegnet nur, dass das nicht schlimm sei und er genug von den Scheinchen habe.
Ich kann es gar nicht erwarten mich über meinen Pfannkuchen mit Schokoladencreme (man kann sich denken welche ich meine) zu stürzen und ein braunes Feld der Verwüstung zu hinterlassen! Immerhin habe ich seit ungefähr 23 Stunden NICHTS mehr gegessen und da ich es sowieso nicht aushalte mal 1 Stunde nichts zu essen, läuft mir jetzt schon bei dem Gedanken an was für die Beißerchen das Wasser im Mund zusammen! Da! Na endlich! Meine Nase folgt aufgeregt dem schokoladigen Geruch meines neuen Opfers (Täusche ich mich oder rieche ich besser als sonst?). Und als der Teller vor mir steht, weiß ich nicht was ich tun soll. Ob einfach so drauf loslegen und den Pfannkuchen in seine Einzelteile zerreißen oder gepflegt Messer und Gabel nehmen soll! Nach einigen mürrischen Blicken meiner Freunde entscheide ich mich dann doch für's Besteck. Ich glaube es hat nicht NICHTS in meinem Leben so gut geschmeckt wie dieser labbrige Mehlfladen mit brauner Pampe! 

Wieder im Dorf angekommen, sitzen wir geduldig auf einigen Holzstämmen auf einer Wiese, nicht weit vom Wohnwagen entfernt. Bela steht in der Mitte und erklärt irgendwas. Ich passe nicht wirklich auf, so fasziniert bin ich von seiner Stimme und seiner Art und Weiße wie er spricht! "Rachel, du fängst an!" Ich erschrecke und kippe fast von meinem improvisierten Hocker. "ICH?" "Ja DU!". (Mist!) Natürlich lässt mein Ego es nicht zu zuzugeben, dass ich gerade ETWAS abgelenkt war und ich stelle mich einfach neben den Lehrer und schaue ihn energisch an. "Du hast keine Ahnung was du machen sollst oder?" er schaut mich tadelnd an und antworte nur "Neiiiiin?". "Ok. Also du musst.... (Diese Augen. Diese Haare. Dieser Mund!) Verstanden?" (Schonwieder Mist!) Als er meine Ratlosigkeit bemerkt schickt er mich zurück auf meinen Platz. (Alice hat mir im Nachhinein erzählt dass er wohl leicht gelächelt hat). "Neuer Versuch, neues Glück! Sam komm mal zu mir!" ruft Professor Dreamy/Sexy (:D) meinem Kumpel zu. Dieser steht auf und murmelt irgendetwas unverständliches, plötzlich steht er in seiner Wolfgestalt vor uns. Bela grinst mich an und neckt mich: "Von wegen Männer können nicht zuhören!" Als er mir zuzwinkert muss ich mir zugestehen dass ich fast dahinschmelze.  

Altes Arschloch Liebe! 


Dienstag, 23. April 2013

Der Fremde

Ich versuche mal in ner halben Stunde mir irgendwas zusammen zureimen. Hoffe dass es funktioniert! 

Nun stehe ich also vor ihm und weiß nicht was ich tun soll. Wäre ich jetzt wohl ein Mensch, würde ich entweder in Tränen ausbrechen, mich in Grund und Boden stottern oder umfallen. Ja, umfallen wäre das realistischste, dann würde ich vielleicht auch dieser herzhaft peinlichen Situation enkommen. Er schaut mich etwas verwundert an, geht in die Knie und streckt vorsichtig die Hand nach mir aus. Beruhigend flüstert er auf mich ein und ich lasse es gewähren. Wie ferngesteuert folge ich ihm in seinen Wohnwagen und blicke mich nochmal zu den Anderen um. Alice schaut mir besorgt nach. Ich versuche ihr mit einem leichten Kopfnicken die Angst zu nehmen. Als ich bei ihm mitten im "Wohnzimmer" stehe, fängt er an zu reden. "Ich kenne dich! Du bist mir in meinen Träumen begegnet und du willst jetzt, dass ich dir und deinen Freunden helfe, wieder Mensch zu werden! Ach ja, und ich weiß von deinen Begleitern!" Etwas irritiert schaue ich ihn mit meinen großen Augen an. Ich setze mich und lausche weiter seiner sanften aber zugleich auch kräftigen Stimme. "Ihr habt vorhin den Kerl beobachtet, der bei mir geklopft hat. Er ist einer von uns. Genau wie die anderen Bewohner dieses Dorfes und ich bin der Einzige - warum auch immer - der die Gabe hat, zu lehren wie man unter den Gestalten des Vier- und des Zweibeiners zu wechseln!" Wieder beugt er sich zu mir runter, doch dieses mal setzt er sich genau vor mich. Nun kann ich ihm direkt in die wunderschönen Augen, die die Farbe eines Peridot besitzen, blicken. (Wer nicht weiß was ein Peridot ist, Google kennt die Lösung des Rätsels ;D) "Ich bin Bela. Und du musst Rachel sein?!?" Lächelnd hebt er meine Pfote und schüttelt sie zum Gruß. Zum Glück kann man nicht sehen, dass mir ganz warm wird und ich rot anlaufe! Er steht wieder auf und kramt ein Fläschen mit einer - für mich unbekannten - Flüssigkeit hervor. Als er zu mir geht, dreht er sich noch einmal um und packt sich eine Decke, wirft sie mir um die Schultern und setzt sich ein weiteres Mal vor mich. "Das könnte jetzt etwas bitzeln!". Er verwendet einen Klammergriff und öffnet so mein Maul (also echt, das hätte ich jetzt sogar noch allein geschafft), dann schüttet er mir die Brühe auf die Zunge und hält meine Schnauze fest zu. Ich versuche mich zu wehren, doch ehe ich mich versehe, bin ich weggetreten. Na toll. Alleine mit nem Fremden in dessen Wohnwagen! Wenigstens bin ich ein Wolf oder? Als ich wieder aufwache schaue ich auf die Uhr. Nachmittag. Ich muss für ein paar Stunden weg gewesen sein. Als ich versuche aufzustehen, bemerke ich dass mein Fell wieder verschwunden ist und ich packe hektisch die Decke, um meinen Körper vor Blicken zu schützen. Welche Blicke? Bela ist weg! Neben mir liegen ein paar Klamotten und ich entscheide mich einfach mal ein T-Shirt mit dem Aufdruck einer Band, ein paar Boxershorts und ne Jogginghose anzuziehen. Alle mal besser als nackt durch die Wildnis zu rennen! Langsam und noch etwas schlaftrunken öffne ich die Tür und blicke hinaus. Jenny, Alice, Cloe, Taylor und Sam. Meine Freunde liegen ebenfalls splitterfasernack auf dem Boden, bedeckt von ein paar Decken und neben ihnen liegt je ein weiterer Stapel mit Wäsche. Jenny ist die erste die zu sich kommt. Sie schaut mich an und kuschelt sich in die Decke. "Wo, wo sind wir und warum bin ich nackt?" Fragen über Fragen. "Geh in den Wohnwagen und zieh dich um!" die bekannte Stimme nähert sich wieder. Bela! Freudig wie ein junger Hund sehe ich ihn an. (Memo an mich selbst: Ich sollte meine Gefühle und Gedanken in den Griff bekommen!) Dann werden auch die anderen wach. Taylor kreischt los. "WER HAT MICH AUSGEZOGEN?". Schlagartig muss ich anfangen zu lachen und Bela hebt eine Augenbraue und stellt mit einem leicht ironischen Unterton in der Stimme fest: "Ich! Weißt du's nicht mehr? Wir hatten ne heiße Nacht und haben uns in der Wildnis vergnügt!..." 


Montag, 22. April 2013

Das Treffen

Der heutige Teil wird etwas kürzer, weil ich im Moment etwas Stress habe, morgen oder am Mittwoch werden aber längere Teile folgen ;) 

Die Sonne brennt gnadenlos auf unser dickes Fell als wir querfeldein über eine große Wiese laufen. Ich schaue zum Himmel, keine einzige Wolke zeigt sich. Ich komme mir vor wie nach einem 3-Tages-Tripp durch die Sahara, ohne Wasser und Futter. Als wir endlich am Rande eines Dorfes ankommen, sind wir völlig dehydriert und ausgezuzelt (<- Das musste jetzt sein ;D Für die, die nicht wissen was ausgezuzelt bedeutet: ausgelaugt). Bevor ich zusammenbreche lege ich mich lieber in den Schatten und schaue mir die ganze Situation erstmal von weitem an. Irgendwo hier muss also mein "Opfer" leben! Als eine Tür in der Nähe unseres Rastplatzes auf geht, zucke ich zusammen und beobachte einen jungen Mann, augenscheinlich um die 25, der direkt auf dem Weg zu einem modernen Wohnwagen ist. Er klopft an der Metalltür und ein weiterer junger Kerl öffnet. SCHWARZES HAAR und GRÜNE AUGEN! DAS IST ER! Mein Atem setzt für einen kurzen Moment aus und mein Herz hört auf zu schlagen, so irritiert bin ich bei seinem Anblick. Ich wusste nie was man mit Seelenverwandschaft meint und ich kenne ein ähnliches Gefühl bisher nur bei Alice, meiner besten Freundin, aber nun kann ich mir ansatzweiße denken, was Verbundenheit bedeutet. Obwohl ich noch kein einziges Wort mit ihm gewechselt habe - wie soll das auch als Wolf gehen? - komme ich mir vor als würde ich diesen Typen schon mein Leben lang kennen. Überwältigt von der Situation warte ich bis sein Besucher um die nächste Ecke verschwunden ist und stürze aus meinem Versteck, komme vor ihm ruckartig zum stehen und blicke ihm direkt in die Augen. Ich könnte mir in diesem Moment in den Allerwertesten beißen weil ich nicht warten konnte, bis es dunkel ist! 


Sonntag, 21. April 2013

Die Jagd


I have walked all alone 
On these streets I call home 
Streets of hope, streets of fear 
Through the sidewalk cracks time disappears...

Wir kommen nur langsam voran. Der Sturm ist dermaßen stark, dass wir alle hundert Meter eine Pause einlegen müssen. Ich konnte mir nie vorstellen, wie es ist einfach vom Wind weggepustet zu werden, wie ein Streichholz - nun weiß ich es. Taylor ist die Erste, die die Höhle entdeckt. Ein Fleckchen Erde, an dem der Hurricane noch nicht seine Spuren hinterlassen haben schien. Wir versuchen die letzten Meter zu rennen, doch wir sind erschöpft und frieren.  Zum Glück ist die Höhle tief genug, um vor dem eisigen Wind geschützt zu sein! Wir kuscheln uns aneinander, wie die Welpen, als wir sie fanden. Die anderen sind schon lange eingeschlafen als ich noch aufgewühlt da liege und in die Ferne starre. Ich will nicht einschlafen, viel zu groß ist die Angst vor dem Traum, der mich seit langem verfolgt. Doch irgendwann schließe selbst ich die wilden Wolfsaugen und schlafe ein. 


...Dunkelheit. Kälte. Wolf. 
Fleisch. Blut. Angst...
...Gefahr. Hilfe. Höhle.
Grüne Augen. Schwarzes Haar...

Am nächsten Morgen wache ich auf, als die Sonne auf mich scheint und mein schwarzes Fell angenehm wärmt. Auf einem Baum über der Höhle singt eine Lerche. Ich hebe meinen Kopf und bemerke dass die anderen noch schlafen. Langsam stehe ich auf und laufe raus. Meine Körper verlangt sich zu strecken. Als ich lange gähne, wittere ich eine Spur. Ohne es zu wollen muss ich ihr folgen. Mit langen, geschmeidigen Bewegungen laufe ich durch den Wald bis ich auf eine Gruppe Feldhasen treffe. Ich ducke mich und beobachte sie für eine Weile. Dann setze ich einen Fuß vor den anderen und mir gelingt es mich ihnen bis auf ein paar Meter zu nähern. Wie vom Blitz getroffen schnelle ich aus meinem Versteck hoch und packe mein Opfer im Genick. Mit einem lauten knacksen ist es gebrochen. Der Hase baumelt blutend in meinem Maul. Stolz aber auch gleichzeitig angewiedert kehre ich zur Höhle zurück. Die andern warten bereits und sehen mich geschockt an, als ich mit meiner Beute aufkreuze. Als ich ihre Blicke bemerke bleibe ich stehen und lege den Kopf schief. Ich lasse den Hasen fallen und starre zurück. "Was denn? Ich bin ein Wolf und Wölfe können keine Süßigkeiten und Salat fressen!" Meine Freunde schauen sich an und nicken nur stumm. Dass Sam's Magen knurrt, höre ich bis hierher. Ohne zu blinzeln packt er mein Opfer und verzieht sich in eine Ecke. Wütent knurre ich ihn an. "HEY! Der ist mir! Ich hab ihn gefangen! Such dir deinen eigenen!" Ich stürze mich auf ihn und stehle ihm den Hasen, der ohnehin mir gehört. Nun mischen sich die anderen auch ein und Cloe ist die erste die einsieht, dass ein 7 kg schwerer Hase, wohl nicht für 6 ausgewachsene Wölfe reicht. "Wir müssen jagen gehen!" stellt sieht mit wenig Begeisterung fest...

Nun liegen wir hier. 20 Meter von einigen jungen Hirschen entfernt. Natürlich gegen den Wind, immerhin wollen wir nicht riskieren entdeckt zu werden. Ich gebe den anderen ein paar Zeichen und sprinte auf ein Beutetier zu. Mit meinen langen Hinterbeinen stoße ich mich vom Boden ab und werfe es zu Boden. Ohne die Hilfe der anderen wäre es mir wohl nicht gelungen ihn zu packen. Ich beiße dem Unschuldigen die Kehle durch und mein Maul und meine Schnauze verfärben sich rot. Der Geruch des warmen, frischen Blutes macht mich fast wahnsinnig. So müssen sich Haie im Fressrausch fühlen! Ich reiße dem Tier einige Stücke Fleisch aus der Flanke und muss mich anschließend übergeben. Weniger vom Geschmack sondern von dem Gefühl nun ein Wolf zu sein. Ich hoffe dass wenigstens ein bisschen von meiner Nahrung noch in meinem Magen ist und warte auf meine Freunde, die sich immernoch genüsslich auf unsere Beute stürzen. Da ich keine Lust habe nur dumm dazustehen, laufe ich zu einem naheliegenden Bach, den ich bei meiner Hasenjagd entdeckt habe. Ich mustere meine Ohren, meine Schnauze, mein Maul und zu guter letzt meine Augen. Mittlerweile haben wir Mittag und die Sonne brennt unerträglich auf mein rabenschwarzes Fell. Ohne zu Zögern stürze ich mich ins kühle Nass. Wolf sein ist doch gar nicht mal sooo schlecht! Lachend traben Sam und die Andern zu mir. "Sieht ja aus als hättest du Spaß!..." bemerkt Alice schmunzelnd  "... Und so ein Bad würde mir jetzt auch nicht schaden!" Nun springt auch sie ins Wasser und drückt mich zu Boden. Ein Fisch schwimmt genau vor meiner Schnauze vorbei. Ich schnappe nach ihm, vermutlich wegen meines Spieltriebs. Eine halbe Stunde später laufen wir 6 weiter um nach der Lösung unseres "Problems" zu suchen...






Der Regen

Schon 120 Leser! Let's fetz sagte der Frosch und sprang in den Mixer ;) 
Fangen wir mal mit dem Spruch zum Sonntag an: 

Wenn ein Mensch einen Wolf tötet, 
spricht man von Sport. 
Wenn ein Wolf einen Menschen tötet, 
spricht man von Grausamkeit. 



...Alice sieht kurz aus dem Fenster. "Heute ist Vollmond. Ob das was mit Sam's Verwandlung zu tun hat? Aber warum haben wir uns dann nicht verwandelt?". Fragend sieht sie mich an. Ich schüttle unwissend den Kopf und drehe mich suchend nach Ocean und Lexy um. Sie sind verschwunden. Alice folgt meinem Blick, hebt eine Augenbraue und kratzt sich am Hinterkopf, als sie die beiden jungen Wölfe nirgends entdecken kann. Plötzlich zuckt sie zusammen und hält sich den Kopf. "Was ist los?" Ich beuge mich zu ihr und packe ihren Arm. Angst macht sich in meinem Körper breit und wenn jetzt etwas passieren sollte, wüsste ich nicht was zu tun ist... Dann sackt sie zusammen und bleibt regungslos am Boden liegen. Eine Mischung aus Schweiß und Tränen läuft über ihr Gesicht. Sie jammert doch ich kann sie nicht verstehen. Ich murmele vor mich hin: "Nein. Alice! Nicht du auch noch!" Hilfe suchend schaue ich mich um und bemerke den weißen Wolf, der uns - einige Meter vor dem Fenster sitztend - beobachtet. Sam windet den Kopf interessiert hin und her. Mir ist nicht aufgefallen dass sich Alice' Haut verändert hat. Ich trete verängstigt einige Schritte zurück und sehe mit an, wie sich meine beste Freundin in eine Kreatur verwandelt. Sie bekommt eine Schnauze und ihre Ohren wandeln sich zu einer seltsamen Form. Sie windet sich hin und her und ihre menschlichen Schreie werden zu dem leisen Jaulen eines Wolfes. Nach nicht mal 5 Minuten ist die Verwandlung abgeschlossen und die vollkommen entwickelte Urform unseres jetzigen Hundes steht vor mir. 

Ihr Blick weicht nicht von mir, denn sie scheint zu wissen wer ich bin. Langsam dreht sie sich um und sieht in den Spiegel. Ihre Augen leuchten in einem wunderschönen hellgelben Ton. Dann sieht sie mich wieder an. Ich weiß nicht ob es daran liegt, dass wir schon seit Ewigkeiten beste Freunde sind oder ich mir alles nur einbilde, aber sie sagt mir dass ich das Fenster öffnen und mit raus kommen soll. Ich tue was sie von mir verlangt und steige wie auf Drogen durch das Fenster. Meine Sicht ist vernebelt, sodass ich an einem Dornenbusch hängen bleibe und der Länge nach auf dem Boden aufschlage. Der Schmerz lässt mich zusammenzucken doch ich kann mir eine fluchen verkneifen. Ich ziehe die Beine zu mir und begutachte den Schnitt, der direkt durch die Haut meines Schienbeins geht. Ohne zu wissen was geschieht, spüre ich einen stechenden Schmerz in der Wunde, die in sekundenschnelle verheilt. Sam und Alice stehen vor mir und schauen mich nur mit ihren großen, strahlenden Augen an. Als ich versuche aufzustehen wird mir schwarz vor Augen und ich falle wieder um. Meine Gliedmaßen schmerzen. Es fühlt sich an als würde mir jemand tausende von Nadeln durch's Fleisch stechen. Obwohl ich weggetreten bin, höre ich meine Schreie. Als ich wieder aufwache versuche ich ein weiteres mal aufzustehen, dieses mal falle ich zwar nicht mehr hin, aber ich komme gar nicht dazu mich aufzurichten. Wolf. Ich. Sam. Alice. Panisch sehe ich die beiden an. Alice legt ihren Kopf schief. "Nun bist du auch einer." Sie bewegt nicht ihre Lippen, trotzdem kann ich sie klar und deutlich verstehen. "Ich glaube ich weiß wer der Typ aus meinem Traum ist!" stelle ich überrascht fest. Als ich wieder aufgewacht bin, wusste ich es einfach. 
Sam setzt sich hin und lässt mich nicht aus den Augen. "Wir müssen ihn finden, mein Instinkt sagt mir, dass er uns hilft und wieder zu verwandeln!" Ich entgegne ihm: "Ja. Aber zuerst müssen wir Cloe, Jenny und Taylor finden!" Kaum ausgesprochen (kann man das überhaupt noch sprechen nennen?) tauchen drei weitere Wesen am Horizont auf. Ich beobachte sie und bemerke relativ schnell, dass sie zu uns laufen. Anfänglich noch etwas skeptisch, stellen wir fest dass es sich bei den Wölfen um unsere Freunde handeln! Als sie bei uns ankommen, fällt mir auf dass jeder von uns aussieht, wie der Welpe den wir mitgenommen haben. Der einzige Unterschied ist, dass wir größer und kräftiger sind und unsere Augen leuchten. Jenny ist begeistert von ihrem neuen Erscheinungsbild: "Man Leute! Wir sind wilde Tiere! Ist ja mal voll krass!" Wie eine aufgescheuchte Ente rennt sie durch die Landschaft. Ich schmunzle und trabe in die Richtung, in die mich mein Instinkt treibt. Nach Norden. Dahin, wo dieser Kerl aus meinem Traum lebt. Ich klammere mich an die Hoffnung, dass er weiß wie wir wieder normal werden... 


Der Regen prasselt auf mein Fell, das mittlerweile durchgeweicht ist und an meiner Haut klebt. Jenny läuft neben mir her. Auch wenn Wölfe nicht lächeln können, merke ich trotzdem dass sie aufgeregt und glücklich zugleich ist. Wie ein Kind an seinem ersten Schultag. Ich muss meine Augen schließen, denn der Regen ist so stark, dass ich langsam nichts mehr sehen kann. Der Wind peitscht mir ins Gesicht. Er scheint gefallen daran zu finden, 6 verlorene Gestalten durch die Prärie laufen zu sehen... 


Samstag, 20. April 2013

Das Gedicht

Ich hab beschlossen einfach mal heute noch einen Teil zu veröffentlichen! Dazu inspiriert hat mich ein Gedicht meiner besten Freundin, welches ich auch noch in meinen Post einbinden werde ;) 

...Ich sinke zu Boden und stütze meinen Kopf in die Handflächen. Eine Träne bahnt sich ihren Weg über mein junges Gesicht, doch an meinen Lippen bleibt sie hängen. Nach einer gefühlten halben Ewigkeit raffe ich mich auf und nehme Ocean auf den Arm. Sie sieht mich an und leckt mir die salzige Flüssigkeit von den Wangen. Irgendwie schafft sie es immer, mich zum lachen oder mindestens zum schmunzeln zu bringen! Ich setze meinen Weg zum Haus fort und versuche unentdeckt auf mein Zimmer zu kommen. Der Dielenboden knirscht gewaltig unter meinen Füßen (oder bilde ich mir das alles nur ein?). Ich habe Angst, dass jede Sekunde mein Vater in der Tür steht und mich zusammenpfeift warum ich jetzt erst nach Hause komme. Doch ich habe wiedermal Glück und lasse mich erschöpft in mein weiches Bett fallen. Als ich die Augen schließe und fast eingeschlafen bin, fängt mein Handy an ein undefinierbares Lied zu spielen. Mürrisch bewege ich mich die SMS zu lesen. Sie ist von Alice. 'Ich hab dir was geschickt! Lies dir das mal durch! LG'. Ich stöhnte genervt auf. Muss das jetzt sein? Es ist mitten in der Nacht und ich soll meinen Laptop nochmal anschalten! Schließlich stehe ich doch auf und schaue meine Nachrichten durch. In einer Nachricht auf einem social Network wird für mich angezeigt: 1 Nachricht von Alice. Ich öffne sie und lese: 


Regentropfen küssen mein Gesicht

Doch ich merke es nicht, 
denn ich denke nur an Dich, 
an Dich, an Dich

Der Regen wird stärker, 
das Kleid weicht durch.
Es klebt an mir. 
Widerlich! 

Doch ich merke es nicht, 
denn ich denke nur an Dich, 
an Dich, an Dich! 

Der Regen schmeckt salzig -
oder sind es doch nur meine Tränen
Es wird dunkel und kalt
Verständlich. 

Doch ich merke es nicht, 
denn ich denke nur an Dich, 
an Dich, an Dich! 

An Dich, an Dich, an Dich denke ich.
Ob Tag, ob Nacht
Bei Regen, Schnee und Sonnenschein.
Wird es jemals zu Ende sein? 

- by Elisa Schneider


Gedankenversunken schließe ich die Nachricht wieder. Sie hat mich nachdenklich gemacht. Ich schaue zum Bett. Ocean ist eingeschlafen und atmet ruhig und tief. Langsam stehe ich auf, schalte meinen Laptop aus und gehe zu ihr. Bevor ich mich ins Bett lege, begutachte ich die Narbe an meinem Hals. Sie schmerzt nicht mehr. Hat sie das jemals getan? Ich weiß es nicht mehr. Mein Leben hat sich verändert. Obwohl ich den kleinen Wolf erst seit zwei Tagen kenne, scheint es mir ein Leben lang zu sein. 



Ich weiß nicht mehr wer ich bin. Was ich hier soll. Warum ich überhaupt hier bleibe. Bei einer Familie, die mich nicht beachtet. Der ich egal bin. Was ist nur mit mir passiert? Ich nehme meine Tasche und stecke die kleine Wölfin hinein. Sie schläft wie ein Stein. Dann renne ich raus auf die Straße, in den Wald, zu Alice. Hauptsache irgendwo hin, nur nicht mehr zurück! 

Glücklicherweiße liegt ihr Zimmer im Erdgeschoss und es ist nicht schwer sie zu wecken. Genervt öffnet sie ihr Fenster. "Warum stehst du mitten in der Nacht vor meinem Fenster?"  
"Ich kann nicht zu Hause bleiben. Ich weiß nichtmal wo ich überhaupt zuhause bin! Bitte hilf mir!" Ich versuche mich zu beherrschen, doch in meiner Stimme hört man die Verzweiflung. Sie nickt und ich steige durch das Fenster in ihr Zimmer. Tagsüber sind ihre Wände blau... ihre Möbel weiß... Doch in der Nacht sieht alles gleich aus. Jeder Mensch ist gleich. Grau. Ohne Farbe. Gleich. Ich setzte mich auf den Boden und Lexy läuft mir mit erhobener Rute entgegen. Ich tätschle ihren kleinen Kopf. Alice setzt sich mir gegenüber und fragt besorgt: "Was ist los?" Ich erzähle ihr die ganze Geschichte. Das mit Sam und meinen Eltern. Dass ich seit Wochen nicht mehr schlafen kann weil mich ein Traum verfolgt... 

...Ich stehe in einem dunklen Raum. Nirgends ist ein Ausweg. Keine Fenster. Keine Tür. Ein Mann erscheint wie aus dem Nichts und stellt sich vor mich. Seine Augen leuchten grün. Sie sind das einzige, was ich in der Dunkelheit erkennen kann. Plötzlich ist er weg und etwas fällt mich an. Ich wache auf... 

Alice lauscht meinem Traum wie ein kleines Kind, dem man eine Gute-Nacht-Geschichte vorliest. Als ich fertig bin, richtet sie sich wieder auf. "Du kannst die nächsten Tage bei mir bleiben! Um deine Eltern kümmern wir uns, wir sagen einfach dass wir schon seit einem halben Jahr ausgemacht haben, dass du in den Ferien bei mir übernachtest!" Dankbar nicke ich und ein Lächeln huscht über meine Lippen. "Mich würde nur interessieren, wer der Typ in deinem Traum ist!" merkt sie an. Mich auch...ja...mich auch... 



Die Nacht

Wow! Schon 99 Seitenaufrufe! Immer weiter so! 
Ach ja, ich wollte mich entschuldigen dass ich gestern keinen neuen Teil hochgeladen hab aber ich hatte ziemlich viel um die Ohren! 



...Ich schaue Jenny und Alice entsetzt und fragend zugleich an. "Was sollen wir jetzt tun?". Alice versucht ihre Angst zu unterdrücken, trotzdem kann man ihre Unsicherheit hören. "Ich würde sagen wir regen uns einfach mal nicht auf. Vielleicht hast du dich heute Nacht irgendwo anders geschnitten. Wer sagt denn dass du durch's Fenster gesprungen bist. Du könntest genauso gut geschlafwandelt sein und über irgendeinen spitzen Gegenstand gefallen sein." Jenny antwortet leicht gereizt: "Alice! Das glaubst du doch selbst nicht! Aber die Idee mit dem Ruhe bewaren ist gar nicht mal so schlecht. Wir werden sehen was passiert, vielleicht ist das alles nur ein böser Traum, und selbst aus so einem wacht man irgendwann auf!" Ich nicke, bin aber noch nicht wirklich ruhiger geworden. Ocean sieht mich an und legt den Kopf schief. Bestimmt hat sie mitbekommen dass etwas nicht mit uns stimmt. Man sagt ja nicht umsonst dass Tiere die Gefühle ihres Herrchens spüren. Als wir aufstehen wollen und noch nen Burger bei einer bekannten FastFood-Kette runterwürgen wollen, bekomme ich einen aufgeregten Anruf von Cloe: "RACHEL! Taylor und ich wollten gerade Sam abholen. Wir waren schon auf dem Weg zu euch als er angefangen hat zu schreien und zusammengebrochen ist. Irgendwas stimmt nicht mit ihm und Jack ist auch weg!" Dann legt sie auf. Ich schaue meine Freundinnen panisch an. "Wir müssen sofort zu den anderen!" Ohne zu fragen laufen die anderen mir hinterher und ein paar Minuten später sind wir bereits am Ort des Geschehens. Die beiden Mädels haben es geschafft Sam wieder einigermaßen herzurichten und er lehnt nun mit dem Rücken an einem Gartenzaun. Was mich etwas irritiert ist die Farbe seiner Augen, die sich von blau-grün in eine Mischung aus Gold und Orange gewandelt hat. Ich nehme seine Hand und fühle seinen Puls. Sein Herz rast und er benimmt sich nicht wie Sam. Er ist aphatisch und sieht mich nicht an. Plötzlich fängt er an zu zittern, fällt zu Boden und verliert das Bewusstsein. Taylor ist die Erste, die auf die Idee kommt den Notarzt zu rufen, doch als sie auflegt springt Sam auf und knurrt uns an. Er verhält sich wie ein wildes Tier. "Sam! Sam! Wach auf!". Wir schreien ihn alle gleichzeitig an, doch er hört nicht auf. Jenny geht ein paar Schritte auf ihn zu, holt aus und zieht im mit der Handfläche eine drüber. Er stoppt und sieht sie, wie ein getaldelter Welpe an. Bevor wir etwas sagen können, schubst er mich und Jenny zur Seite und läuft in den Wald. Durch die Wucht werde ich an den Gartenzaun geschleudert. Ich wusste gar nicht, welche Kraft er hat. "Wir dürfen ihn nicht verlieren! Es gibt ziemlich viele Bären hier in diesem Wald. Ich will nicht riskieren, dass er von einem angefallen und in Stücke zerrissen wird!" stellt Alice besorgt fest. Wir laufen ihm nach, allerdings haben wir nach einiger Zeit seine Spur in dem riesigen Gebiet verloren und müssen uns ohne Sam wieder auf den Heimweg machen. 

Als die Nacht einbricht, streune ich noch immer draußen rum. Bei der Suche nach Sam habe ich nicht bemerkt dass Ocean verschwunden ist. Als ich durch eine einsame Gasse laufe, höre ich ein seltsames Jaulen. Sie ist es! Mein Blick streift über sämltliche Müllcontainer und Orte, an denen sie sich versteckt haben könnte, doch ich entdecke sie erst, als sie einen Schritt auf mich zu macht. Die Kleine ist ziemlich verstört und zittert am ganzen Leib. Ich nehme sie auf meinen Arm und begebe mich auf den Heimweg. Da unser Haus am letzten Ende der Stadt liegt, muss ich noch ein ganzes Stück zu Fuß gehen. Die Gegend ist nachts ziemlich unheimlich. Vereinzelt hört man Katzen schreien und die Straßenlampen geben auch langsam den Geist auf. Als ich nur noch ein paar Meter von unserem Ein-Familien-Haus entfernt bin, höre ich verdächtige Geräusche aus einer naheliegenden Böschung. Entgegen jeden Überlebenstrieb beschließe ich mir die Sache genauer anzusehen und laufe darauf zu. Plötzlich springt mich ein kräftiger weißer, behaarter Körper an. Ein Wolf. Er fletscht die Zähne und Blut tropft aus seinem Mund. Eigentlich sollte man Hunden und Wölfen nicht in die Augen schauen, weil sonst die Gefahr besteht, dass sie sich bedroht fühlen, doch irgendwas drängt mich es trotzdem zu tun. Gold-Orange. Sam! Als ich seine seltsamen Augen mustere, hört er auf mich anzuknurren und lässt von mir ab. Langsam stehe ich auf und bemerke, dass Ocean sich hinter mir versteckt hat. Sie muss mir vom Arm gesprungen sein als Sam mich anfiel. Vor Angst muss ich das wohl nicht mitbekommen haben aber ich bin froh dass ihr nichts passiert ist. Sam sieht mich an. Seine Blicke sagen mir, dass er Hilfe braucht aber auch, dass er sich wohl fühlt. Was ist bloß mit dem Jungen passiert, der mal mein bester Kumpel war? Ocean läuft auf ihn zu und sieht zu ihm hoch - immerhin ist sie ein Welpe und nichtmal annähernd so imponierend und groß wie er. Irgendwas sagt mir, dass die beiden sich unterhalten. Hinter mir knackst ein Ast, ich erschrecke leicht und drehe mich um. Nichts. Als ich meine Blick wieder zu Sam wende, ist er verschwunden... 



Donnerstag, 18. April 2013

Der Traum

Ich würde sagen ich mach einfach mal weiter ;) 
Ach ja, bevor ich's vergesse: Hier habt ihr einen Song, ich hab mir gedacht ihr hört ihn an und lest parallel dazu meinen Text. 



Es ist mittlerweile kurz vor Mitternacht als ich noch immer auf meinem Bett liege und an die weiße Decke starre. Ich kann nicht einschlafen und drehe meinen Kopf zu Ocean, die sich an mich gekuschelt hat. Sie atmet ruhig und man könnte meinen sie wäre ein Kuscheltier. Es deutet nichts darauf hin, dass sie ein Raubtier ist und irgendwann mal Hirsche in die Knie zwingen oder mich angreifen kann, aber daran möchte ich gar nicht erst denken. Obwohl ich die Kleine noch keinen ganzen Tag habe, ist sie mir jetzt schon ans Herz gewachsen. 
Ich sehe aus dem Fenster, beobachte den Mond, der sich seinen Weg durch die Wolken bahnt und schließe meine Augen... 

Ich stehe auf und setzte mich in mitten meines Zimmers auf den warmen Holzboden. Meine Hände und Füße kribbeln. Der Mondschein blendet mich und ich weiche mit meinem Blick aus. Ein unbekanntes Gefühl durchzieht meinen jungen Körper. Schmerz. Ich halte mir den Kopf und versuche nicht zu schreien, doch ich kann mir nicht helfen und ein angsterfülltes Stöhnen durchzieht die schwarze Nacht. Ich schaue mich panisch um aber Ocean ist nirgends zu entdecken. Ich versuche aufzustehen, auf meinen Beinen zu laufen doch ich falle immer wieder zu Boden. Irgendwas stimmt mit mir nicht, als ich plötzlich auf mein Fenster zulaufe und durch die Scheibe springe. Während meinem Flug entdecke ich schwarzes Fell wo normalerweiße meine Haut sein sollte. Ich falle. Und wache auf...





Schweißüberströmt springe ich aus dem Bett und sprinte vor meinen Spiegel. Ich muss wohl geweint haben in meinem Traum. Mein Traum. Als ich meine Haut begutachte entdecke ich etwas. Ein langer Schnitt zieht sich von meinem Hals bis zu meiner Brust und ich traue meinen Augen nicht. Meine Hände spüren die Wunde doch sie schmerzt nicht. Oder nicht mehr?! Ocean liegt immer noch auf meinem Bett und kuschelt sich in mein Kissen. Ich muss lächeln und beschließe mich wieder zu ihr zu begeben. Das war alles nur ein böser Traum... 

Am nächsten Morgen bin ich bereits früh wach und renne in die Küche um Ocean eine Flasche Milch aufzuwärmen. Während ich den Kühlschrank durchkrame, rufe ich zuerst Jenny, dann Alice an und treffe mich mit ihnen und ihren Welpen keine ganze Stunde später an unserem Stammplatz. Ocean, Coach und Lexy spielen und laufen umher. Etwas nervös versuche ich meinen Freundinnen das Ereignis der letzten Nacht zu schildern: "Ihr glaubt nicht was ich geträumt hab! Irgendwie hab ich mich in einen Wolf verwandelt und bin durchs Fenster gesprungen! Aber das schlimmste ist, ich hab jetzt eine ziemlich lange Narbe!" Ich ziehe meinen Schal aus, den ich mitgenommen habe um meine Eltern nicht auf meine Wunde aufmerksam zu machen. Die beiden anderen schauen mich verblüfft an. "Oh mein Gott!". Alice und Jenny sprechen beide aus, was ich die ganze Zeit denke: "Das war nicht nur ein Traum!". Ich zucke zusammen und schaue in die Ferne. Die warmen Sonnenstrahlen umspielen mein blondes Haar und die blauen Augen, doch das Image des braven Mädchens wird nun durch die lange Narbe an meinem Hals geschädigt. 
"Ist gestern was besonderes passiert, weil du so was geträumt hast?", will Alice interessiert wissen. Ich antworte nur: "Nein. Eigentlich nicht. Aber na ja, wobei. Du hast Recht. Ocean hat mich gestern gebissen als sie spielen wollte!". 
Meine Freundinnen sehen sich besorgt an und Jenny ist die erste, die ihren Ärmel hochkrämpelt und den Biss zeigt. Auch Alice schiebt ihr Hosenbein nach oben und man kann den Abdruck eines kleinen Wolfgebisses sehen. Wir drei werden alle gleichzeitig bleich wie Wasserleichen. "Wann haben sie euch gebissen?" will ich von ihnen wissen. Jenny antwortet "Coach hat mich heute Nacht gebissen weil er Hunger hatte...", danach schaue ich Alice an. "Heute Morgen, als ich sie in meine Tasche packen wollte um hierher zu kommen." Langsam verbreitet sich in meinem Körper ein Gefühl der Übelkeit und ich nehme mein Handy um Sam, Taylor und Cloe anzurufen. Alle drei bestätigen dass sie im Laufe des letzten Tages und der Nacht von ihren Welpen gebissen wurden...




Mittwoch, 17. April 2013

Der Einbruch

Wuhu! Bis jetzt schon 27 Seitenaufrufe! Dankeschön! 
Gestern hab ich mir einfach mal Stichpunkte gemacht, wie ich den ersten Post schreiben will. Heute lasse ich mich auf ein Experiment ein nach dem Motto -> Immer der Nase nach! 
Ich wollte eigentlich damit beginnen, Bilder der 6 Wolfswelpen hochzuladen! Dann mal los ;) 

Nummer 1. Rachel's Puppy
Name: Ocean 
Geschlecht: Weiblich 


Nummer 2. Alice's Puppy
Name: Lexy
Geschlecht: Weiblich 


Nummer 3. Jenny's Puppy
Name: Coach
Geschlecht: Männlich 


Nummer 4. Cloe's Puppy
Name: Boner 
Geschlecht: Männlich


Nummer 5. Taylor's Puppy
Name: Lucy 
Geschlecht: Weiblich 


Nummer 6. Sam's Puppy
Name: Jack 
Geschlecht: Männlich 

Dann hätten wir das geklärt ;) Später werden noch weitere Bilder der Wölfe folgen... 
Weiter im Text. 

Ich nehme also meinen kleinen Wolf mit nach Hause. Zuerst ist Ocean noch ziemlich ruhig und zappelt nicht doch als ich sie an meiner Schwester vorbeischmuggeln will, fängt sie an zu quietschen. Ich imitiere ihr Geräusch und schau Kelly brav an. Natürlich kann ich meiner Schwester lange nichts mehr vormachen. Sie nimmt mir mit ihren kleinen Händen die Tasche ab doch ich kann sie wieder vorsichtig aus ihrem Griff befreien und werfe ihr einen tadelnden Blick zu. "Lass meine Sachen in Ruhe! Du weißt doch dass ich heute ziemliche Blähungen habe." Notlügen helfen immer. Kelly sieht mich schräg an und fängt an zu kichern. Als ich es endlich geschafft habe, ohne größere Kriegsverletzungen in meinem Zimmer anzukommen, lege ich die Tasche auf mein Bett und nehme die Kleine auf den Arm. Sie sieht mich an. Ich hätte nie gedacht, dass ein Welpe so ruhig bleiben kann. Danach setze ich mich auf mein Bett - neben die Tasche - und parke den winzigen Körper auf meinen Oberschenkeln. Ocean schaut mich immer noch an und fixiert anschließend meine unschuldige Hand. Wie wäre es wohl ein Welpe zu sein? .... 

FLEISCH! Ich muss mich ducken! Vielleicht sieht sich mich dann nicht. Ah! Ein Versteck!..Ich warte einfach bis sich mein Opfer wieder beruhigt hat. Dann gehts los! Wie Mama mir schon gesagt hat, ohne Geduld geht nichts! Jetzt bewegt sich mein Imbiss nicht mehr! Wiedermal warten.... Langsam anschleichen. JETZT! Gleich ist es tot! Zubeißen! Nicht loslassen! 

Ich schüttle meine Hand hin und her. So klein sie ist, umso mehr Kraft hat sie in ihrem Gebiss! Ich kann einen gequälten Schrei nicht zurückhalten. Dann lässt sie endlich los. Sie muss erschrocken sein und schaut mich nun mit ihren großen, blauen Augen an. Ich kann ihr einfach nicht böse sein! Als ich meine Hand begutachte, fällt mir auf dass mein Finger blutet. Sie hat mich ganz schön erwischt. Ich tätschle ihren Kopf und stehe auf um mir ein Pflaster zu holen. Irgendwo muss ich doch mal was fleischiges für sie auftreiben. Finger sind auf die Dauer nicht die Lösung, deshalb renne ich runter in die Küche und durchsuche den Kühlschrank. Zum Glück hab ich gestern eingekauft! Hundert Gramm Hackfleisch und etwas  aufgewärmte Katzenmilch sollten für einen Welpen von ihrer Größe reichen. Ich laufe langsam die Treppe hoch und sehe Kelly in meinem Zimmer verschwinden. "Oh weia! Das hat mir jetzt noch gefehlt!" Schlagartig wechsle ich den Gang von Schneckentempo auf Lichtgeschwindigkeit und stürme in mein Schlafzimmer. Kelly starrt mich an und läuft erschrocken wieder raus. Ich sehe mich um. Ocean ist weg?!? Ich durchsuche jedes Fach in meinem Zimmer als mir plötzlich eine kleines weiches Fellbündel zwischen den Füßen rumschwirrt. Ich muss lächeln und stelle ihr die Mischung aus Milch und Fleisch vor die Nase. Genüsslich verspeißt sie den Berg. Während sie frisst setze ich mich an meinen Schreibtisch und begutachte die Wunde. Sie pocht. Schwarz. Ich werde ohnmächtig. 
Als ich wieder aufwache steht das Fenster offen und mein Zimmer ist zerwühlt. Ocean sitzt ängstlich unter dem Bett und zittert. Was ist bloß passiert? 



Dienstag, 16. April 2013

The Beginning...

Teil 1 - Der Jäger 

"Rachel? Wo bist du? Deine kleine Schwester tippt auf deinem Handy rum!" Rachel. Ja, das bin ich! Ein 15-jähriger Teenager mit nervigen Eltern und einer Schwester, die es liebt mit meinen Sachen zu spielen und darauf rum zu kauen. Wiedermal hält es meine Mum nicht für nötig Kelly mein neues, supermodernes, arschteures Mobiltelefon aus den Beißern zu nehmen. Ein Mensch kann mit bis zu 40 kg zubeißen. Dementsprechend sieht mein neuestes Accessoire jetzt aus. Wenn ich ein Zombie wär, könnte ich sie jetzt entweder alle mit Haut und Haar verspeißen oder ohne jeglichen Anflug von Mitleid vom Balkon schubsen. Ich bin soo sauer, dass ich meine Tasche nehme, mein Handy mit Bissspuren einpacke und nach draußen renne. Bloß weg von hier! Ich will nicht riskieren wegen Mordes an meiner Familie zu lebenslanger Haft verurteilt zu werden. 
Auf dem Weg zum Stammplatz meiner Clique bemerke ich einen modrigen Geruch, allerdings lässt meine Wut es nicht zu, mir darüber Gedanken zu machen. Kurze Zeit später zücke ich mein Handy und zögere nicht meine besten Feunde anzurufen...
 Darf ich vorstellen, meine bekloppten Idioten sind: 

1. Alice: Die absolut durchgeknallte Buchfetischistin, mit der man JEDEN Mist machen kann! PS: Sie ist übrigens meine ABF. 
2. Jenny: Sie liebt Zombies über alles, hat manchmal Stimmungsschwankungen und man kann sich stundenlang mit ihr über die neuesten Videospiele unterhalten. 
3. Cloe: Auf den ersten Blick die ruhigste und normalste von meinen Freunden. ABER ACHTUNG: Verrückter Wissenschaftler ;) <- So könnte man sie am besten beschreiben! 
4. Taylor: Was sollte ich zu ihr sagen? Netter, einfühlsamer Meneater? Nein, das hört sich NICHT richtig an :D! Sagen wir mal, wenn sie einen Typen toll findet, dann bekommt sie ihn! Aber eine "Macke" hat sie auch: Entweder sie lacht wie ein Schurke aus einem Comic oder wie ein angeschossenes Meerschweinchen! 
Und last but not least Nummer 5: Sam! Ein vepreilter Kerl, der es liebt rumzuschleimen (selbstverständlich nur bei Mädchen, Tieren & Steinen) Er ist der einzige Mensch auf diesem Planeten der drei Kühe, fünf Tonnen Kuchen, drei Liter Sahne und ein Pfund Hackfleisch - ohne mit der Wimper zu zucken - auf(fr)essen kann! 

Ja das sind sie! Die liebenswertesten Leute, die ich kenne! Jeder von ihnen hat so seine Stärken und Schwächen aber hat das nicht jeder?!? 
...Weiter im Text. Als ich an unserem Stammplatz ankomme, (ein unbebautes, idyllisches Fleckchen Erde am letzten Ende der Stadt) warten schon die Andern auf mich. Alice sieht mich fragend an. "Was ist los mit dir? Du hast dich angehört als wolltest du jemanden töten! Hat Kelly deinen Wellensittich frei gelassen.. oder ihn als Beißring benutzt?" Ich antworte nur genervt: "Ich habe drei Monate in einem FastFood-Restaurant voller stinkender Leute für einen Hungerlohn geschuftet um mir endlich ein neues Handy leisten zu können und was macht meine Familie? Sie lassen es mit Kelly allein und interessieren sich einen Dreck dafür, ob sie den Touchscreen zerkaut oder nicht!" Am Ende schreie ich nur noch und balle die Fäuste als ich plötzlich von einem kurzen Jammern unterbrochen werde. Wir schauen uns um. Sam ist der Erste, der aufsteht um nachzusehen, wer oder was uns bei unserer Diskussionsrunde stört. Ich bleibe zuerst wie angewurzelt stehen, kann meinen inneren Schweinehund dann doch überzeugen mir die Kontrolle über meine Gliedmaßen wiederzugeben. Keine zwei Minuten später quietscht Taylor entzückt los: "Hey Leute! Ich hab da was gefunden!!!" Wir trauen unseren Augen nicht als sechs Welpen vor uns liegen. Aber nicht die Babys eines Straßenhundes sonder Wolfswelpen. Alice und ich sehen uns verwundert an. Wir sind uns einig die Mutter der Kleinen aufzuspüren. Sie würde ihre Kinder niemals alleine lassen und sie bis aufs Blut verteidigen! Taylor, Sam, Cloe und Jenny bleiben bei den jungen Wölfen, so können Alice und Ich uns in Ruhe auf die Suche begeben. Da fällt mir der modrige Geruch wieder ein. Kurze Zeit darauf finden wir einen Rüden, wahrscheinlich der Vater. Er liegt blutüberströmt auf dem Waldboden. Seine Zunge ist abgebissen und er ist mit einem Fuß in einer Bärenfalle gefangen. Wir verstehen zwar nicht sonderlich viel von toten Tieren, dennoch können wir feststellen, dass seine Wunden älter sind. Die angefressenen Stellen zeigen deutlich, dass dieser Kerl schon mindestens zwei Wochen hier liegt! Ich schaue Alice erschrocken an. "Der Arme! Wer stellt hier Bärenfallen auf um einen unschuldigen Wolf grausam leiden zu sehen?" Sie nickt nur und merkt an, dass dieses Exemplar größer ist als alle, die sie jemals gesehen hat. Wir laufen weiter. 
Knurren. Panisches Zähnefletschen. Angsterfülltes Heulen. Nun rennen wir, stoppen und verstecken uns im Gebüsch als wir einen weiteren großen Wolf entdecken. Er ist gefangen und das Blut verklebt sein Fell, trotzdem können wir erahnen wie schön es gewesen ist. Schneeweiß. Ich ducke mich und schleiche einige Meter weiter. Er ist eine Sie! Die Mutter der Kleinen. Ihre Augen sind vor Angst geweitet und sie dreht sich im Kreis. Irgendetwas raschelt und ein Mann tritt hinter ein paar Bäumen hervor. Er zögert nicht und läuft zu seinem Opfer. Dann redet er mit ihr, allerdings verstehen wir nicht viel davon. Er zieht sein Jagdgewehr, legt es der Wölfin zwischen die eisblauen Augen und drückt ab. Alice schreit auf. Ich halte ihr die Hand auf den Mund und hoffe dass der Unbekannte den Schrei nicht gehört hat. "Hey! Wer ist da?" Er tritt einige Schritte auf unser Versteck zu und zielt mit seiner Waffe auf uns. Ich glaube er hat uns zwar nicht gesehen aber wenn er jetzt abdrückt, ist eine von uns beiden tot. Ich spüre dass dieser Kerl kein normaler Jäger ist, denn sonst würde er nie so leichfertig mit seiner Knarre umgehen. 


Da! Er dreht sich um! Ich sehe Alice an und wir rennen los. Wir rennen um unser Leben. Ich drehe mich nicht um, viel zu groß ist die Angst eine Kugel durch das Hirn zu bekommen, wie die weiße Wölfin. Doch wir sind schneller als er. Nach einigen hundert Metern haben wir ihn abgehängt aber wir laufen weiter bis wir bei den anderen völlig erschöpft ankommen! Ich stottere: "Da...Da..Da war ein Mann! D..D..Der hat die Eltern v..v...von ihnen umgebracht, er wird die Babys auch noch eeeeerschießen wenn wir nichts tun!" 
Cloe nimmt einen der Welpen und steckt ihn in ihre Tasche. Alice nickt. "Gute Idee! Jeder von uns nimmt einen der Kleinen mit! So sind sie in Sicherheit!" Auch ich hebe einen Welpen auf. Er hat rabenschwarzes Fell wie sein Vater, die blauen Augen seiner Mutter und irgendwas menschliches in seinem Blick... 





Fortsetzung folgt :) 

Wenn's euch gefallen hat, würde ich mich freuen wenn ihr das in einem Kommi schreibt und den Text an eure Freunde schickt :D Über höfliche Verbesserungsvorschläge in den Kommentaren bin ich auch sehr dankbar ;) 

LG